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Warum eine Zentralmatura bzw. standardisierte Reife- und Diplomprüfung?

Wenn wir auf die letzten Jahrzehnte, in denen die Matura von den Lehrern zusammengestellt wurde, stellen wir uns vielleicht diese Frage. Durch eine Zentralmatura können wir sicherstellen, dass die Schüler und Schülerinnen in den Österreich dieselben Inhalte lernen. Lehrer haben zwar noch immer die Möglichkeit innerhalb der Themen des Lehrplans ihre eigenen Schwerpunkte zu setzen, aber sie müssen ihren Unterricht nun stärker auf diese Kompetenzen abstimmen.
Das hat für dich den Vorteil, dass du mit ungefähr denselben Kenntnisse dein Studium, deine Fachhochschule oder deine weitere Ausbildung startest wie alle anderen. Damit können auch Studien-Einstiegskurse oder Brückenkurse viel besser auf den Übergang von der Matura zum Studium abgestimmt werden. Ein großer Teil der Inhalte ist derselbe – egal ob du eine AHS oder BHS, eine HTL oder HAK besucht hast. Alle diese Schulformen unterscheiden sich nur in ihren schulspezifischen Kompetenzen.


Themen der AHS-Matura

Die AHS-Matura wird in zwei Teile gegliedert.

Im Teil 1 werden dein Grundwissen und deine Fertigkeiten zu den Themen abgefragt, die im AHS-Grundkompetenzkatalog angeführt sind. Solche Aufgaben werden auch als Typ 1 – Aufgaben bezeichnet. Dieser Teil besteht aus 24 einzelnen Aufgaben. Bei jeder dieser Aufgaben kannst du einen Punkt erreichen.
Je 6 davon behören zu den Kapiteln „Algebra und Geometrie“, „Funktionale Abhängigkeiten“, „Analysis“ und „Wahrscheinlichkeit und Statistik“.

Im Teil 2 bzw bei den Typ 2- Aufgaben werden anwendungsorientierte Aufgaben gestellt. Es handelt sich dabei um umfangreichere Aufgabenstellungen, bei denen die Grundkompetenzen vernetzt werden sollen. Dafür ist es auch nötig dein Wissen selbständig anwenden zu können. Die Anzahl dieser Aufgaben kann variieren, da sie oft in a, b und c unterteilt werden. Insgesamt kannst du in diesem Teil der Matura ebenfalls 24 Punkte erreichen.

Ablauf der AHS-Matura

Du erhältst ab dem Matura-Termin im Mai 2019 alle Prüfungsaufgaben auf einmal. Das bedeutet, dass Teil 1 und Teil 2 gleichzeitig ausgeteilt werden statt wie bisher getrennt.
Am Beginn des Prüfungsbogens findest du noch einmal einige Erklärungen zur Matura und dann geht es an die Beispiele. Zusätzlich zum Prüfungsbogen erhältst du auch karierte Blätter für deine Berechnungen. Diese benötigst du für die Typ 2 – Aufgaben.

Um die Matura zu bearbeiten stehen dir 270 Minuten, das sind 4,5 Stunden, zur Verfügung. Die Aufgaben müssen mit Kugelschreiber gelöst werden. Ausgenommen die Konstruktionsbeispiele. Bei diesen darfst du einen Bleistift verwenden.
Ich empfehle dir zusätzlich die Verwendung eines Leuchtstifts. Damit kannst du in den Angaben die wichtigsten Werte markieren. Und zusätzlich kannst du damit auch gleich deine Lösungen hervorheben.

Benotung der AHS-Matura

Die AHS-Matura wird ab dem Maturatermin im Mai 2019 mit nachfolgendem Schema beurteilt. Dabei unterscheidet man 2 Varianten.
Wenn du insgesamt 16 von 28 Grundkompetenzpunkten erreicht hast wirst du nach Variante 1 benotet. Wenn du weniger als 16 von 28 Grundkompetenzpunkten erreicht hast fällst du in die Benotung nach Variante 2. Für die Note selbst zählt dann die Gesamtzahl der erreichten Punkte.

Zu den Grundkompetenzpunkten zählen alle Aufgaben aus Teil 1 und die hervorgehobenen 4 Kompensationsaufgaben aus Teil 2.

Variante 1 (mindestens 16 Grundkompetenzpunkte erreicht):
41-48 Punkte         Sehr Gut
33-40,5 Punkte     Gut
24-32,5 Punkte     Befriedigend
16-23,5 Punkte      Genügend

Variante 2 (weniger als 16 Grundkompetenzpunkte erreicht):
29-35,5 Punkte    Befriedigend
24-28,5 Punkte    Genügend
0-23,5 Punkte      Nicht Genügend

Themen der BHS-Matura

Die BHS-Matura besteht aus rund 10 anwendungsorientierten Aufgaben. Die Anzahl dieser Aufgaben kann von Matura zu Matura variieren. Das liegt daran, dass nicht jede Aufgabe gleich viele Unterpunkte besitzt.

Die Aufgaben werden in einen Teil A und einen Teil B geteilt, da es Kompetenzen gibt die für alle Schultypen wichtig sind und zusätzlich gibt es schulspezifische Kompetenzen.
Teil A wird auch als die Menge der Grundkompetenzen im gemeinsamen Kern bezeichnet. Hier findest du alle grundlegenden Themen, die jede BHS für die Matura benötigt. Im Teil B findest du alle Themen, die nur bei deinem Schultyp abgefragt werden.

Da es sehr viele unterschiedliche Schultypen gibt, wurden diese im Jahr 2018 in folgende 5 Cluster zusammengefasst. (Davor gab es 9 Cluster.)
Cluster HTL1
Cluster HTL2
Cluster W1 (HLFS und HUM)
Cluster W2 (HAK)
Cluster P (BAFEP, BASOP und BRP)

Ablauf der BHS-Matura

Bei der BHS-Matura erhältst du deine Prüfungsaufgaben gesammelt. Am Beginn des Prüfungsbogens findest du noch einmal einige Erklärungen zur Matura und dann geht es an die Beispiele. Zusätzlich zum Prüfungsbogen erhältst du auch karierte Blätter für deine Berechnungen.

Um die Matura zu bearbeiten stehen dir 270 Minuten, das sind 4,5 Stunden, zur Verfügung. Die Aufgaben müssen mit Kugelschreiber gelöst werden. Ausgenommen die Konstruktionsbeispiele. Bei diesen darfst du einen Bleistift verwenden.
Ich empfehle dir zusätzlich die Verwendung eines Leuchtstifts. Damit kannst du in den Angaben die wichtigsten Werte markieren. Und zusätzlich kannst du damit auch gleich deine Lösungen hervorheben.

Benotung der BHS-Matura

Die BHS-Matura wird für alle Schultypen nach demselben Schema beurteilt. Es werden alle Punkte aus Teil A und Teil B zusammengezählt. Je nach Punktezahl erhältst du dann deine Matura-Note.

44–48 Punkte     Sehr gut
39– 43 Punkte    Gut
34– 38 Punkte    Befriedigend
23–33 Punkte     Genügend
0–22 Punkte       Nicht genügend

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